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Schwanger - und nun?

nachdenkliches MädchenOb geplant oder nicht - wenn du Gewissheit hast, schwanger zu sein, dann wird die Frage nach den Zukunftsplänen nicht lange auf sich warten lassen. Jetzt ein Kind oder doch eher ein Abbruch? Was wird aus der Schule, der Ausbildung, wo soll ich leben, wie soll ich das Baby finanzieren und wie um alles in der Welt erkläre ich das meinen Eltern? Fragen über Fragen. Nun heißt es einen kühlen Kopf bewahren!



Nun ist es also sicher. Du bist schwanger. Der Test oder das Ergebnis beim Arzt haben dir die Gewissheit gegeben. Es lässt sich nichts daran rütteln. Nun darfst du den Kopf nicht in den Sand stecken! So geht es nun weiter:



1. Suche einen Frauenarzt auf!

Bislang hast du nur den Verdacht schwanger zu sein oder hast zu Hause einen Schwangerschaftstest durchgeführt? Dann steht als nächstes der Besuch beim Frauenarzt an. Er muss die Schwangerschaft feststellen und herausfinden ob diese intakt ist. Hin und wieder kommt es vor, dass sich die befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter sondern in einem der zwei Eierstöcke einnistet. Man spricht dann von einer Eileiterschwangerschaft. Diese muss schnell behandelt werden, damit sie für die Schwangere nicht gefährlich wird. Außerdem kann dein Arzt ausrechnen, in welcher Schwangerschaftswoche du bist. Die erste Schwangerschaftswoche beginnt mit dem ersten Tag der letzten Periode. Wenn der Schwangerschaftstest "positiv" anzeigt, bist du - je nach Zykluslänge - zwischen der 4. und der 6. Schwangerschaftswoche. In Deutschland darfst du bis zur 14. Schwangerschaftswoche abtreiben. Je früher du Gewissheit hast, desto länger hast du für deine Entscheidung Zeit.



2. Vertrau dich jemandem an!

Eine Schwangerschaft geheim zu halten ist die schlechteste Idee, die dir nun kommen kann. Du solltest nun auf jeden Fall mit einer vertrauten Person über die Schwangerschaft sprechen. Dies kann vorerst dein Freund oder eine gute Freundin sein. Aber auch deinen Eltern musst du es bald erzählen. Vielleicht hilft dir auch das Gespräch mit einer Lehrerin oder einer anderen erwachsenen Person. Du bist nun nicht allein!



3. Lass dich beraten!

Ganz egal ob du dich für das Kind oder gegen die Schwangerschaft entscheiden wirst: Du solltest dich nun beraten lassen. Schwangeren-Beratungsstellen wie die Caritas, pro familia, Donum Vitae o. a. beantworten dir nun deine offenen Fragen, können zwischen deinen Eltern und dir vermitteln und dir Adressen und Ansprechpartner vermitteln. Wenn du dich gegen die Schwangerschaft entscheidest, dann musst du dich an eine staatlich anerkannte Stelle wenden und dir die Beratung bescheinigen lassen. Entscheidest du dich für das Baby, kannst du hier den Antrag auf "Hilfe für Mutter und Kind" stellen. Die Beraterinnen unterliegen übrigens genau wie der Arzt einer Schweigepflicht.



4. Fälle eine Entscheidung!

Je früher du eine Entscheidung fällst, desto früher kannst du mit Plaung und Organisation der Zukunft beginnen. Du solltest dich über alle Möglichkeiten genau informieren. Vielleicht hilft dir eine Pro- und Contraliste. Die Entscheidung, ob du das Kind bekommen oder die Schwangerschaft abbrechen möchtest, liegt allein bei dir. Auch wenn du noch minderjährig bist, darfst du dich nicht von deinen Eltern oder dem Kindsvater beeinflussen lassen.

 

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