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Christa, 42 schrieb: Ich hatte meine Kinder schon früh aufgeklärt. Schon in der Grundschule wussten sie, woher die Babys kommen und wie genau das mit Mann und Frau funktioniert. Mir war diese Offenheit gegenüber dem Thema Sex sehr wichtig. Als meine Töchter in die Pubertät kamen, nahm ich sie zur Seite und sagte, dass sie mit Fragen immer zu mir kommen können und ich auch mit zum Frauenarzt gehe, wenn sie die Pille brauchen. Ich erklärte ihnen auch, dass sie immer noch ein Kondom verwenden sollten wegen der AIDS-Gefahr. So gut "gerüstet" dachte ich nicht, dass etwas passieren könnte. Ich verbot ihnen auch nicht, bei ihren Freunden zu übernachten. Sie sollten ihre Erfahrungen machen - aber mit Verantwortung. Dass ausgerechnet meine Jüngste nicht mit mir reden wollte, weil es ihr peinlich war, erschütterte mich mehr als die Nachricht der Schwangerschaft. Sie war zu der Zeit 16 und für ihr Alter schon sehr reif. Wir hatten einen guten Draht und ich war echt traurig über diesen Vertrauensbruch. Aber ich freute mich von Anfang an auf das Baby. Für uns kam eine Abtreibung nicht in Frage. Die Schwangerschaft verlief ohne Probleme. Nur das Gerede ihrer Mitschüler nahm sie oft sehr mit. Wir standen als Familie hinter ihr und auch der Vater des Kindes kümmerte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten gut um sie und heute um das Kind. Ich bin eine stolze Oma und finde bewundernswert, was meine Tochter in ihrem Alter alles leistet und wie toll sie das hinbekommt!
Susanne, 46 schrieb: Ich wollte gerne jung Oma werden. Ich selbst habe unsere große Tochter mit 20 bekommen. Inzwischen ist sie 26 und es wäre für mich durchaus denkbar gewesen, dass sie uns in der nächsten Zeit zu Großeltern macht. Doch damit, dass es unsere Kleine ist, die uns sagt, dass sie schwanger ist, habe ich nicht gerechnet! Judith ist doch erst 17! Wenn das Baby kommt ist sie 18 und gerade so mit der Schule fertig. Ich habe ganz schön große Angst vor der Zukunft. Wer weiß, ob ihr Freund bei ihr bleibt und ob sie ihre Ausbildung schafft steht auch in den Sternen. Mein Mann und ich arbeiten beide in Vollzeit und können uns nicht um das Baby kümmern. Ich freue mich auf das Kleine, aber ich glaube dass Judith sich das alles einfacher vorstellt, als es ist!
Gabi, 52 schrieb: Als Maike zu mir kam und meinte, dass sie mich mal was fragen muss, war mir sofort klar, dass es etwas ernstes war. Sie wollte wissen, ob es auch andere Ursachen als eine Schwangerschaft für das Ausbleiben der Periode gibt. Ich musste im ersten Moment ganz schön schlucken. Maike hatte mir nicht einmal erzählt, dass sie einen Freund hat. Ich wäre doch mit ihr zum Arzt gegangen wegen der Pille... Die Ursache für das Ausbleiben war dann tatsächlich eine Schwangerschaft. Maike war schon im fünften Monat, als sie zu mir kam. Für eine Abtreibung war es zu spät. Also mussten wir uns auf ein neues Familienmitglied vorbereiten. Gemeinsam gingen wir in Maikes Schule und zu einem Geburtsvorbereitungskurs. Ich war und bin für meine Tochter und inzwischen auch meinen Enkelsohn da und habe beide furchtbar lieb. Aber ich hätte mir für Maike gewünscht, dass sie ihre Jugend länger genießen kann. Der Vater des Kleinen ist inzwischen von Maike getrennt. Er besucht seinen Sohn aber jede Woche, was ich sehr lobenswert finde. Beide sind doch erst 15! Ich habe in dem Alter noch mit Puppen gespielt. Aber das waren wohl andere Zeiten...
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