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Ein kleines Wunder PDF Drucken E-Mail

UltraschallbildEs ist immer wieder ein kleines Wunder. Aus einer befruchteten Eizelle wächst in wenigen Monaten ein kleiner Mensch heran. Schon nach ein paar Wochen schlägt das kleine Herz, beginnt das Ungeborene seine Arme und Beine zu bewegen und am Daumen zu lutschen.

 

Einige Wochen später kann es sehen und hören und dadurch seine Außenwelt bewusst wahrnehmen. Wusstest du, dass Babys im Bauch der Mama manchmal Schluckauf haben und sogar weinen? Sogar einen eigenen Musikgeschmack zeigen sie bereits im Mutterleib. Klassische Musik mögen Ungeborene besonders gerne. Vor lauter Rock- oder Technomusik haben sie meist Angst.






So entwickelt sich dein Baby Woche für Woche
Bei den Ultraschalluntersuchungen in der Frauenarztpraxis kannst du es mitverfolgen. Auf dem Monitor siehst du, wie dein Baby von Mal zu Mal größer wird. Bald wirst du die Konturen ganz genau erkennen können. Wie sich dein Kleines Woche für Woche entwickelt, hat ButterflyBelly-Redakteurin Verena Lehmann für dich zusammengefasst.



1. Monat (bis 4. Woche)
Ein kleines Wunder ist geschehen: Beim Geschlechtsakt von Mann und Frau hat ein männliches Spermium den Weg zur reifen Eizelle der Frau gefunden und die Eihülle durchdrungen. Die Gene von Mann und Frau verschmelzen nun und schaffen damit eine ganz neue und einzigartige Erbsubstanz für einen neuen Menschen. Die befruchtete Eizelle teilt sich und es entsteht ein Zellhaufen, die sogenannte Morula, die sich innerhalb von ca. 6 Tagen auf den Weg in die Gebärmutter macht und sich dort einnistet. Sie wird dort mit dem Kreislauf der Mutter verbunden und mit ihren Nährstoffen versorgt. Noch ist das kleine Zellkügelchen nur so groß wie ein Stecknadelkopf aber alle Charakterzüge, Aussehen und Geschlecht des neuen Menschen stehen bereits fest.



2. Monat (5. bis 8. Woche)
Der Embryo hat in den letzen Wochen eine sehr große Entwicklung durchlebt. Sein Herz besteht bis jetzt nur aus einer kleinen Röhre, das aber bereits in der 7. Woche fleißig schlägt. Die meisten Organe sind schon angelegt und entwicklen sich nun stetig weiter. Am schnellsten entwickelt sich der Kopf, die Augenanlagen und das Gehirn des Embryos aber keine Angst, der restliche Körper holt in den nächsten Wochen noch auf! In der nächsten Zeit wird auch die Gliederung des Rückens sichtbar, der Embryo hat bereits winzige Arme und Beine. Er ist nun ca. 2 cm groß. Bis zur achten Woche hat sich die Fruchtblase komplett entwickelt, produziert Fruchtwasser und wächst nun bis zur fertigen Entwicklung des Kindes stetig weiter. Der kleine Embryo ist in ihr sicher vor Druck, Lärm und Stößen geschützt, dennoch ist er aufgrund der komplexen Entwicklungen, die er nun durchlebt besonders empfindlich und verletzbar, weshalb die Mutter in dieser Zeit besonders vorsichtig sein sollte und sich von schädlichen Stoffen fernhalten sollte. Nicht selten passiert es während der ersten 12 Wochen aber trotzdem ohne Verschulden der Schwangeren, dass der Körper den Embyo als "Fremdkörper" deutet und ihn abstößt. Es mag vielleicht komisch klingen, aber der Körper arbeitet hierbei nach einer Art "Alles-oder-Nichts-Prinzip": Verläuft die Entwicklung des Embryos nicht normal, wird er in den ersten 5 Wochen (oft unbemerkt) vom Körper abgestoßen.



3. Monat (9. bis 12. Woche)
Der kleine Embyro kann sich bereits drehen und wenden und stimuliert damit sein Gehirn. Da seine Muskeln und Nerven bereits zusammenarbeiten, kann er seine winzigen Arme und Beine bewegen. Der kleine Magen bildet die ersten Verdauungssäfte, die Nieren scheiden Urin aus. Nun beginnt auch die hormonelle Geschlechtsentwicklung des Embryos: die Hoden des Jungen produzieren Testosteron, Mädchen bilden das Hormon Östrogen erst um die 12. Schwangerschaftswoche herum. Jetzt entwicklet sich auch langsam das Gesicht des kleinen Menschen: Augen, Nase und Ohren. Finger- und Zehen haben bereits winzige Nagelbetten. In der 10. Woche hat sich der genetische Fingerabdruck festgelegt. Nach Abschluss der 12. Woche ist der Embryo auch kein Embryo mehr, sondern ein Fötus (oder aus Fetus). Er ist nun ungefähr 11 cm groß und 20 Gramm schwer. Die Plazenta (bzw. der Mutterkuchen) wächst in gleichem Maße weiter. Sie ist gegen Ende des dritten Monats so groß wie eine Faust und transportiert Blut, Sauerstoff und wichtige Nährstoffe ins Blut des Kindes.



4. Monat (13. bis 16. Woche)
Das erste Schwangerschaftsdrittel ist vorbei und damit sind auch die kritischen ersten 12 Wochen geschafft! Die Beschwerden vieler Schwangeren wie morgendliche Übelkeit, Unterleibsschmerzen und Müdigkeit lassen nun langsam nach. Der Fötus hätte zwar jetzt noch in einem Hühnerei Platz, hat sich mittlerweile aber schon zu einem richtigen kleinen Menschen entwickelt. Er besitzt bereits ein kleines Nervensystem, das seinen Gleichgewichtssinn, Reflexe und Bewegungen steuert. Seine Organe sind nun alle angelegt. Die nachfolgenden Wochen dienen nun zur Weiterentwicklung dieser. Die Lunge bereitet sich jetzt schon auf ihre bevorstehende Funktion vor, ist allerdings erst um die 36. Schwangerschaftswoche herum ausgereift. Am Körper des Fötus wächst ein feiner Flaum, die Lanugobehaarung. Die kleinen Härchen halten die sogenannte "Käseschmiere", die die Haut des Fötus schützt, an seinem Körper und verschwinden kurz vor der Geburt des Kindes wieder. Der kleine Mensch ist rund um die Uhr aktiv, unterbrochen von unregelmäßigen Schlafphasen. Einen Tag-Nacht-Rhythmus hat er nicht. Diesen muss er nach seiner Geburt erst noch erlernen. Er ist gegen Ende der 16. Woche ca. 16 cm groß und wiegt 200 Gramm.



5. Monat (17. bis 20. Woche)
Kaum zu glauben, aber der Fötus hat jetzt schon wieder einen großen Wachstumssprung gemacht. Er ist in der 20. Woche ca. 20 cm groß und wiegt bereits 400 Gramm. Seit der 15. Woche kann er auch schon erste Geräusche wie den Herzschlag, Verdauungsgeräusche und die Stimme der Mutter wahrnehmen. Sein Geschmackssinn hat sich auch weiterentwickelt. Er hat jetzt 10 mal mehr Geschmacksknospen im Mund als nach seiner Geburt und kann schon verschiedene Geschmacksrichtungen unterscheiden. Forscher haben herausgefunden, dass der Fötus den Geschmack von Süßem mag, Scharfes ihm allerdings weniger zu sagen soll. Ob das stimmt, werden wir allerdings vom Fötus wahrscheinlich nicht erfahren. Um die 20. Woche, fühlen viele Mütter auch die ersten zarten Kindsbewegungen in ihrem Bauch, die im Verlauf der Schwangerschaft immer besser spürbar werden. Bei Frauen, die bereits ein oder mehr Kinder haben, sollen die Bewegungen des Fötus schon früher bemerkbar sein. Auch das Geschlecht hat sich mittlerweile so weit entwickelt, dass es für den Arzt mittels Ultraschall erkennbar wird.

 


Weiter zu den Monaten 6 bis 10

 

 

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